Pfarreiengemeinschaft

Wupperbogen-Ost

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Zu den Gottesdiensten am Wochenende ist eine telefonische oder online-Anmeldung bis 11.05.2021, 12:00 Uhr erforderlich:
St. Paul, 15.05.2021, 17:00 Uhr, St. Elisabeth, 15.05.2021, 18:30 Uhr, St. Maria Magdalena (Kirche), 16.05.2021, 09:45 Uhr - St. Raphael, 16.05.2021 um 11:15 Uhr

Die Hl. Messe am Sonntag, 9. Mai um 11:15 Uhr in St. Raphael feiern wir draußen auf dem Kirchplatz. Eine Teilnahme ist ohne Anmeldung mit Anwesenheitsnachweis möglich.

Am Mittwoch, 12. Mai um 18.30 Uhr feiern wir in St. Raphael die Vorabendmesse zum Hochfest Christi Himmelfahrt. Der Gottesdienst um 9:30 fällt aus. Anmeldeschluss ist Dienstag.

Die Festmesse zu Christi Himmelfahrt feiern wir am Donnerstag, 13. Mai um 10:00 Uhr in St. Maria Magdalena. Bei gutem Wetter findet der Gottesdienst auf dem Friedhof Zum Bilstein statt, bei schlechtem Wetter in der Klosterkirche. Eine Anmeldung bis Dienstag ist erforderlich.

Bitte bringen Sie zu allen Messen (auch Werktags) möglichst einen bereits ausgefüllten Anwesenheitsnachweis mit, um Wartezeiten zu verkürzen.
Bitte tragen Sie ab sofort nur noch medizinische Masken beim Besuch unserer Gottesdienste, d. h. FFP2- oder OP-Masken.

Wir übertragen die Vorabendmesse am Sonntag, 09.05.2021 um 09:45 Uhr aus St. Maria Magdalena auf unsere YouTube-Kanal.

Hygienekonzept
Stand 04.05.2021
zum Schutz der Mitarbeitenden und Gemeindemitglieder vor einer COVID-19-Infektion.

Bitte tragen Sie ab sofort medizinische Masken beim Besuch unserer Gottesdienste,
d. h. FFP2- oder OP-Masken.

Die westliche Tradition hat in Maria Magdalena oder Maria von Magdala drei biblische Gestalten zusammengefasst.
Einmal die Sünderin, die Christen die Füße mit ihren Tränen gewaschen hat, Maria, die Schwester des Lazarus und Maria von Magdala, die erste Zeugin der Auferstehung.

Wirklich finden wir in der Heiligen Schrift, dass unsere Pfarrpatronin Maria Magdalena die Frau ist, die Christus ihr Leben verdankte. Er befreite sie von sieben Dämonen; sie standen für die innere Zerrissenheit, die diese Frau erlebt hat. Sie folgte Christus auf seinem Weg durch das heilige Land. Wir finden sie später unter dem Kreuz von Golgatha, sie war bei seinem Begräbnis zugegen und ist erster Zeugin seiner Auferstehung.

Der Engel am Grab sagte zu ihr: „Geh schnell zu seinen Jüngern und sage ihnen, Er ist von den Toten auferstanden. Er geht euch voraus nach Galiläa“. Als Verkünderin der Auferstehung steht Maria von Magdala vor unserer Kirche und erinnert uns daran, dass das Leben nicht mit dem Tod endet, sondern dass Christus uns voraus gegangen ist, um für uns alle einen Platz im Hause seines Vaters zu bereiten.

Die Kapelle zu Steinhaus aus dem 8./9. Jh. war bereits der hl. Maria Magdalena gewidmet. Sie diente über mehrere Jahrhunderte bis 1803 als Pfarrkirche. Die Klosterkirche aus dem 14. Jh. war zu Ehren des hl. Kreuzes. Sie wurde 1804 mit der Patronin St. Maria Magdalena zur Pfarrkirche des Ortes. 1811 wurde die Kapelle zu Steinhaus abgerissen.

Die Geschichte unserer Gemeinde geht bis auf die Zeit Karl des Großen im 8./9. Jh. zurück. In der Kapelle der hl. Maria Magdalena „zu Steinhaus“ in Beyenburg wurde bereits Gottesdienst gefeiert.

Im Jahre 1298 übertrug Graf Konrad von Berg die oben erwähnte Kapelle in Beyenburg dem Orden vom hl. Kreuz (gegründet 1211 in Clair Lieu bei Lüttich). Die Kreuzbrüder führten hier ihr Klosterleben, verrichteten das Chorgebet und betreuten die Bewohner der umliegenden Höfe.

Da die an der Kapelle vorbeiführende Hansastraße „und die bösen Sitten der Vorüberziehenden dem Gebete und dem göttlichen Dienste nicht obliegen konnten“ schenkte im Jahre 1302 Graf Wilhelm dem Kloster den „Berg Beyenburg“ und einige angrenzende Waldstücke. Hier auf der von der Wupper umflossenen Erhebung bauten die Kreuzbrüder ihr Kloster und eine Klosterkirche. Diese Kirche war nur Klosterkirche, die Kapelle auf dem eigentlichen „Steinhaus“ blieb Pfarrkirche. Ein Priester des Klosters betreute als Pfarrer die Bewohner Beyenburgs.

Im Laufe der Zeit bekam das Kloster einen erheblichen Grundbesitz. Landwirtschaft, Renten, Fischereirechte und Pachtzins der kloster-eigenen Höfe sicherten den Unterhalt des Klosters. Nach der Blütezeit des 15. Jh. brach mit der Reformation eine schwere Zeit über das Kloster und die Beyenburger Gemeinde herein. Im Gegensatz zu den Nachbarstädten blieb man hier dem katholischen Glauben treu. Die Kreuzbrüder betreuten auch die wenigen Katholiken der Nachbarorte, insbesondere Schwelm. Hier errichteten sie im 17. Jh. eine selbständige Gemeinde.

Im 17. bis Anfang des 18. Jh. gelangte das Kloster zur neuen Blüte. Jedoch hinterließen verschiedene Feuersbrünste und der 7-jährige Krieg kräftige Spuren. Nach dem Brand von 1678 erhielt die Klosterkirche ihre prachtvolle Barockausstattung, deren Mittelpunkt das aus der Schule Peter Paul Rubens stammende Altargemälde ist.

Mangelnde Klosterdisziplin und äußere Umstände erschütterten den Konvent im 18. Jh. Im Jahre 1804 wurde die Ordensniederlassung durch den Reichsdeputationshauptschluss aufgehoben. Die Klosterkirche wurde zur Pfarrkirche von Beyenburg erhoben. Die bisherige Pfarrkirche, die Kapelle zu Steinhaus, wurde im Jahre 1811 abgerissen. Als Pfarrer blieb der frühere Konventuale Christian Ommerborn in Beyenburg.

Als sehr verhängnisvoll erwies es sich jetzt, dass die schon 1764 ausgesprochene Trennung der Pfarrgüter von den Klostergütern nicht durchgeführt worden war. Der Pfarrkirche wurde nur wenig an Gütern und Renten zum Unterhalt des Pfarrers und Küsters belassen. Das Kloster wurde großenteils abgerissen. Der Rest diente als Wohnung des amtierenden Pastors.

Für die Gemeinde begann eine arge Notzeit. Die jetzige Pfarrkirche wurde 1818 vom Einsturz bedroht. Woher die Gelder für die Wiederherstellung der Kirche gekommen sind, ist unklar. Am 1. Mai 1907 wurde das leerstehende und stark verfallene Klostergebäude von Augustinerinnen in Besitz genommen und nach und nach wieder bewohnbar gemacht. Bis 1968 unterhielten die Schwestern ein Alten- und Pflegeheim; zeitweise diente es auch als Entbindungsstation.

1913/14 wurde das jetzige Pfarrhaus gebaut. Die bekanntesten Pfarrer der nun folgenden Zeitperiode waren Pfarrer Hermandung, Dechant Bellinghausen und Pfarrer Schulte. Als am 14. November 1948 die Gemeinde den 650. Jahrestag der Klostergründung zu Steinhaus feierte, nahm Pfarrer Schulte die erste Verbindung mit dem Kreuzherrenorden auf.

Josef Kardinal Frings, Erzbischof von Köln, übergab am 28. April 1963 dem Kreuzherrenorden die Gemeinde. An diesem Tag wurde Pater Vos als Pfarrer in sein Amt eingeführt. Seit dieser Zeit wurden Kirche und Klostergebäude restauriert und der Klosterhof neu gestaltet.. Klostergemeinschaft und Pfarrgemeinde, über Jahrhunderte miteinander verbunden, nutzen heute gemeinsam Kirche und Klostergebäude. Seit dem 1. Oktober 2002 gehört die Pfarrgemeinde zum Seelsorgebereich „Barmen Wupperbogen Ost“. Pater Vos ist 2014 verstorben. Pfarrer ist der leitende Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Benedikt Schmetz. Das Kloster ist jedoch weiterhin Bestandteil unserer Pfarrgemeinde St. Maria Magdalena.

Wir sind eine kleine Gemeinde an der Grenze von Rheinland und Westfalen und ebenso an der Grenze des Erzbistums Köln und dem Bistum Essen.

Unsere Pfarrgemeinde St. Maria Magdalena mit Kirche und Kloster hat eine lange Geschichte. Sie geht bis auf die Zeit Karls des Großen im 8./9. Jahrhundert zurück.

Kirche und Kloster gehören zu den ältesten Kulturgütern unserer Stadt. Doch wir wollen nicht in Kunst und Kultur erstarren, sondern Gemeinde leben. Wir wollen Gemeinschaft erfahren. Das geschieht in vielfältiger Weise in unseren Gottesdiensten, in den Chören, in den Interessengruppen, in den Vereinen usw. Wir möchten Ihnen einen kleinen Überblick geben und sie einladen.

Gottesdienste
Wir feiern am Samstagabend, am Sonntagmorgen und an verschiedenen Tagen der Woche Gottesdienst. Oftmals werden Gottesdienste für Familien, Jugendliche und Kinder gestaltet. Danach sitzen wir bei Speisen und Getränken zusammen. Aber auch Vespern und Andachten gehören zum Programm. Diese werden auch mit den ev. Christen gefeiert.

Sozialdienste
In Verbindung mit der Caritas haben wir für den ganzen Ort einen Kranken-pflegedienst. Wir besuchen unsere Kranken in den Krankenhäusern. Die älteren Menschen werden zu runden Geburtstagen ebenfalls besucht. Jährlich gibt es einen unterhaltsamen Nachmittag für ältere Menschen. Hilfsaktionen für die 3. Welt und Rumänien.

Für die Jugend ist Platz
Frisch renoviert und möbliert ist unser Jugendkeller. Da trifft sich der Eisteeclub zur wöchentlichen Runde. Ab 13 Jahren gibt es jeden Freitag eine interessante Runde. Spät- und Nachtschichten werden gestaltet und besucht. Zu Pfingsten fahren Kinder und Jugendliche ab 8 Jahre ins Zeltlager. Kommunionkinder und Firmlinge treffen sich im Kloster. Auch für spontane Treffen steht der Raum mit Billardtisch u. a. Spielen zur Verfügung.

Wir treffen uns im Kloster
Das Kloster bzw. die verschiedenen Räume des Klosters dienen als Treffpunkt für die verschiedensten Kreise. Da gibt es den Bastelkreis der Damen für den Weihnachtsbasar. Alle 2 Wochen treffen sich dienstags die Senioren bei Kaffee und Kuchen. Hier kann man in drei verschiedenen Gesangsgruppen singen. Kolping trifft sich regelmäßig im Pfarrsaal. Mütter kommen mit ihren Kleinkindern zu den sogenannten Krabbelgruppen. Wir haben ein kleines Museum im Kreuzgang. Unsere Vereine und Gruppen haben Archivräume. Die Kommunionkinder haben während der Vorbereitungszeit ihr Domizil. Das gleiche gilt für die Firmlinge. Auch den Familienkreis können Sie im Kloster besuchen. Zum großen Weihnachtsbasar laden wir zu Kaffee und Kuchen ein.

Vereine unserer Gemeinde
Die verschiedenen Vereine unserer Gemeinde bieten für viele Interessenten ein gutes Programm. Die katholische Frauengemeinschaft trifft sich 1x im Monat zum Gottesdienst mit anschließendem Frühstück. Interessante Bildungs-themen stehen auf dem Programm. Im Laufe des Jahres werden Feste gefeiert. Die Zusammenarbeit mit den ev. Christen wird sehr gepflegt. Die Kolpingfamilie bietet ein reichhaltiges Programm mit Diaabenden und Vorträgen. Die Bruderschaft hat ihren Standort am eigenen Schießstand bzw. in der Schützenhalle. Neben gemeinsamen Gottesdiensten gibt es wöchentlich Sportschiessen und vor allem das große Schützenfest.

Wir singen in der Gemeinde
Am Donnerstag singt der Kirchenchor klassisches geistliches Liedgut. Moderneres geistliches Liedgut bringt der Singkreis; Probe ist mittwochs. Wir haben auch eine Choralschola für den gregorianischen Gesang. Nicht zuletzt sollten wir auch unseren Kinderchor nicht vergessen.

Unser Kindergarten
Für die Kinder haben wir einen wunderschönen Kindergarten mit einer kindgerechten Außenanlage.

Wer macht die Arbeit
Haupt- und Ehrenamtliche, gestalten das Leben in unserer Gemeinde.
Da ist einmal das Pastoralteam. An vorderster Front stehen Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand. Da sind die Vorstände aller Vereine aktiv, nicht nur für den Verein, sondern auch für die Gemeinde. Katechetinnen bereiten die Kinder auf Erstkommunion und Firmung vor. Viele Helfer stehen bei großen Aktionen, wie Basar, Himmelfahrt Pfarrfest u. a. bereit.

Während die „alte“ Orgel gerade abgebaut und die Pfeifen für den Transport nach Noja in Spanien präpariert werden, beraten sich noch die Orgelbaufirma Weimbs, der Sachverständige des Erzbistums Herr Fichter sowie Vertreter unserer Gemeinde über letzte klangliche Details. Danach fällt der Startschuss für den Bau eines Instrumentes, dessen Konzeption so durchdacht ist und dessen Ausführung sowohl in technischer wie auch in musikalischer Hinsicht so herausragend zu werden verspricht, dass die Orgel nicht allein der Pfarrei, sondern sicher auch dem Seelsorgebereich und einem weiteren Umkreis neue Impulse geben wird.

Für die Planung der neuen Orgel waren zwei hauptsächliche Faktoren zu berücksichtigen: Die Größe des Raumes verlangt nach einem klangvollen Instrument, dessen Kosten allerdings in einem vernünftigen Rahmen bleiben müssen. So war die Planungsgruppe zu einer Reihe von technischen Erweiterungen gekommen, die einen großen klanglichen Gewinn bedeuten und es erlaubten, die Kosten für teure Pfeifenregister einzusparen. Auf zwei dieser „Tricks“ will ich kurz eingehen.

Der Erfahrung des Orgelbauers ist es zu verdanken, dass mit dem Pfeifenmaterial von unter 20 Registern faktisch 23 Register entstanden sind. Dies geschieht durch das Verfahren der Transmission („Umlenkung“). Konkret werden hierbei Pfeifen des Hauptwerks auch für das Pedal nutzbar gemacht. Dem Wunsch nach Klangfülle und Gravität entsprang ein weiterer Kunstgriff: die Subkoppel. Ohne dass zusätzliche Pfeifen gebaut werden müssten, kann durch Einsatz dieser Koppel der Klang quasi verdoppelt werden, denn wenn ich eine Taste drücke, erklingen all jene Pfeifen, die zu zwei Tasten gehören.

Es bleibt festzuhalten, dass die beauftragte Disposition eine Fülle von klanglichen Möglichkeiten bietet, die sich vom leise-flüsternden bis hin zum vollen-überwältigendem  Orgelklang hervorragend „ausspielen“ lassen. Umso erfreulicher ist der Umstand, dass das Werk schon im nächsten Jahr stehen kann. Diese famose Aussicht wird uns die Zeit eines Provisoriums unbedingt versüßen.
Sebastian Söder

Abschließend noch ein Hinweis, der an dieser Stelle (noch) nicht ausbleiben kann:
In den vergangenen vier Jahren haben Spender die stolze Summe von  knapp 60.000 € zusammengetragen. Ihnen sage ich meinen herzlichsten Dank.  Leider fehlen immer noch gut 30.000 €. Zeigen Sie sich bitte weiterhin so gönnerhaft und wohltuend weitherzig wie bisher.
Pfarrer Dreher

 

(28. August 2009)

Die 1966 erbaute Kirche verschafft sich durch eine große Treppenanlage Respekt.

82 Stufen gilt es zu erklimmen, bis man den Festsaal erreicht hat. Der Weg lohnt sich.

An den spartanischen Betonwänden entlang findet der Blick sofort zum Altarraum, in dem sich der sehenswerte Kirchenschmuck sammelt.
Hinter dem nach Entwürfen von Dominikus Böhm gestalten Altar wurde die Stirnwand im vergangenen Jahr von Paul Nagel und Alain Creunier mit einem „brennenden Dornbusch“ ausgemalt.

In diese Wandmalerei integriert sind die alte Kreuzigungsgruppe und das unmittelbar an der Wand stehende Tabernakel. Wie Moses die aktuelle Gegenwart Gottes im brennenden Dornbusch erfahren hat, sollen wir seine Präsenz heute im Hl. Brot erfahren.

Ähnlich wie in St. Elisabeth stand das Tabernakel ursprünglich auch auf dem Altar, und wurde später auf eine Stele übertragen. In diese Stelle eingearbeitet sind Szenen aus dem Leben des Elia, der wie kaum ein anderer das Brot als Stärkung auf dem Weg und vor allem als Geschenk Gottes erfahren hat. Dargestellt ist, wie er unter einem Ginsterstrauch Zuflucht fand und wie er durch die von Gott angekündigte Begegnung mit der Witwe trotz größter Hungersnot sein „tägliches Brot“ erhielt.

Das silberne Tabernakel ist mit Emaille-Medaillons mit Darstellungen aus dem Leben Jesu bestückt, die zugleich durch den Festkreis des Kirchenjahres führen: Geburt, Verklärung, Auferstehung, Geistsendung.

Das Tabernakel birgt die Kernaussage unseres Glaubens, dass Gott in seiner Schöpfung mit einfachsten Mitteln alles zum Guten „wandeln“ kann. Aus dieser Perspektive lässt sich das Kreuzesszenario sehen und verstehen: dass das Leid auf dem Weg ins himmlische Reich kein Hindernis darstellt. Das Figurenensemble hier nimmt sämtliche Traditionen der Passionserzählungen in den Blick: am deutlichsten wohl Johannes 19.25; Math 27.54par.

Das Gemälde endet mit dem Ausblick auf den Thron Gottes, wie er im Buch der Offenbarung beschrieben wird (Off 4.7), rechts und links umgeben von Stier, Adler, Mensch und Löwe, den symbolischen Darstellungen der vier Evangelisten.

Wer die St. Elisabeth-Kirche betritt, findet sich in einer einfachen, schnörkellosen hellen Halle wieder.
1948 wurde sie in Anlehnung an im Krieg zerstörte Kirche wieder aufgebaut. 1958 erfuhr sie eine bis heute bestehende Erweiterung und Umgestaltung.

Diese prägt bis heute den Raum, der auch nach dem Konzil im wesentlichen seine Gestalt behielt. Der 9 t schwere, massive Altarblock aus Anröchter Dolomit ist wohl auch als deutliches Zeichen dafür zu sehen, dass hier etwas für die Ewigkeit entstehen sollte.

Der 1,70 x 2,20 m große, einzig durch die an den Ecken eingravierten Symbole der 4 Evangelisten verzierte Altartisch bot ursprünglich auch dem von Prof. Schrage entworfenen Tabernakel Platz. Bergkristalle als Symbole der Reinheit und Schöpferkraft, Emailleplatten mit Kreuzblumen sowie vergoldete Medaillons machen deutlich, dass hier der „Schatz“ der Kirche verwahrt wird.

Bei dieser Anordnung stand der Priester gemeinsam mit dem Volk vor dem Altar „vor Gott“ und feierte – das Volk im Rücken – die Hl. Eucharistie.

Nach dem Konzil setzte sich mehr und mehr das Bild von der „um den Tisch des Herrn versammelten Gemeinde“ durch, so dass Ende der 70er Jahre das Tabernakel vom Tisch entfernt und auf eine Basalt-Säule übertragen wurde.
Jochem Pechau gestaltete den neuen Standort.

Das Tabernakel steht nun auf einem kapitellähnlichen Abschluss in gleicher Höhe mit dem Altar. Der Kopf der Säule lässt ein Korbgeflecht erkennen und kann uns an die „wunderbare Brotvermehrung“ erinnern, wo am Ende noch körbeweise Brot übrig blieb. Aber auch der Gedanke an das Binsenkörbchen, das dem Mose zur Rettung wurde, ist erlaubt.

Solange das Tabernakel auf dem Altar stand, bildete das Kreuz den Abschluss. Nach der Umsetzung fehlte diese Überhöhung und um das Tabernakel entstand eine ungewollte Leere, die ebenfalls der Künstler Jochem Pechau mit der Gestaltung einer Bronzehaube, in die ein Ährenbündel und Weintrauben eingearbeitet sind, abgeschlossen wurde.
Auf der Rückseite ist eines der österlichen Gebete zur Gabenbereitung eingraviert: „Herr, wir bitten, nimm die Gaben der frohlockenden Kirche an, und wie du ihr Grund zu solcher Freude gegeben hast, so gewähre ihr nun als Frucht die ewige Freude.“

Wenn wir uns in die Zeitumstände um die Jahrhundertwende zurückversetzen, kann ich mir gut vorstellen, warum man sich damals gerade das Patronat des Hl. Petrus für das kleine Rektorat ausgesucht hat. Die kleinste Kirche wird von dem größten Patronat beschirmt. Auch in der damals viel radikaleren Auseinandersetzung mit den „evangelischen“ Kirchen bezog der Name einen Standpunkt. 164 Mal wird Petrus in den neutestamentlichen Schriften erwähnt und bezeugt die Verbundenheit mit der Bibel auch für kath. Christen.

Aber derart intellektuelle Gedanken waren nicht Sache des Petrus. Seine Predigten sprechen eher eine schlichte Sprache. Er war eher der Handwerker und Arbeiter, wie damals die Menschen in Laaken. Auch die Sorge um die kranke Schwiegermutter ist einfach allzu menschlich. Dazu erzählt das Leben des Petrus eine Geschichte vom erfüllten Leben jenseits der Metropolen von Macht und Wirtschaft, jenseits aktueller Werte von Wohlstand und Geborgenheit. Er ist auch kein Genie oder Überflieger: Beim Gang über das Wasser geht er beinah unter, am Grab Jesu ist ein anderer schneller, beim Fischen muss ihn ein anderer darauf hinweisen, dass Jesus unter ihnen ist und das Wunder gewirkt hat.

Wenn man schaut, was ihn in seine Stellung geführt hat, so ist es vor allem die Liebe zu Christus. Darüber hinaus ist er ein Mensch der Gemeinschaft, der Interesse am anderen hat. Seine abwägende Haltung und Offenheit auf dem ersten Apostelkonzil wünscht man sich auch von manchem Bischof z.B. in ökumenischen Fragen heute.

Attribute: Schlüssel, Buch, Hahn, umgedrehtes Kreuz, Schiff.

Bauernregel: "Peter und Paul hell und klar, bringet uns ein gutes Jahr."

Selten hat man es erlebt, dass ein Patronat auf die Ansprüche des Ortes und auf die Fragen der Menschen, die hier wohn(t)en, derart zugeschnitten war und ist wie hier in Heckinghausen. Als das Patronat um die Jahrhundertwende zum 20. Jh. vergeben wurde, herrschte der Ton einer rauen Arbeitswelt mit ausbeuterischen wie auch klassenkämpferi­schen Zügen. Viele dieser Züge ähnelten der Welt, wie sie Elisabeth erlebte und durch ihr Wirken Heil erfahren ließ.

Thüringen war eine wirtschaftlich aufstrebende Macht, aber ohne Anschluss an den europäischen Hochadel. Dieser wurde durch die Heirat des Landgrafen Ludwig mit der Tochter des ungar. Königs, Elisabeth, herbeigeführt. Am Hof herrschte vor allem ein Karrieredenken und ihr Einsatz für Arme und Kranke brachte ihr vor allem Missgunst und Neid. Nach dem Tod ihres Mannes kam dieser voll zum Ausbruch und führte zur Vertreibung aus der Wartburg. Die Kinder wurden verteilt, sie selbst ging ins Kloster und setzte sich weiterhin mit allem, was sie besaß, für die Armen ein, bis sie am 17.11.1231 in Marburg starb. Bereits 1235 erfolgte die Heiligsprechung und eine glühende Verehrung, die von zahlreichen Legenden umwoben wurde (Rosenwunder, Vogelwunder) und erst in den Wirren des 16. Jhd. unterdrückt wurde.

Ihr heilbringendes Vorbild wurde in den Nöten der Industrialisierung im 19. Jh. wieder entdeckt: Weder Heimatlosigkeit noch Reichtum, weder das elegante Leben noch Krankheit schmälerten ihr Gottvertrauen und hielten sie von ihrem Einsatz für die Armen ab. Mit dieser Haltung war sie "auf Heckinghaus" für die einen Hoffnungszeichen, für die anderen Herausforderung – und ist es auch noch heute.

Attribute: Korb mit Rosen oder Brot, Schüssel mit Fischen, Bettler.

Bauernregel zum Festtag Elisabeth (17.11. +; kirchl. Gedenktag 19.11.).

"Es verkündet St. Elisabeth, was für ein Winter vor uns steht."

Die wohl jüngste Gemeinde des Seelsorgebereichs ist „St. Elisabeth und St. Petrus“. Erst seit dem 1.1.2003 besteht diese Gemeinde, die durch den Anschluss der Gemeinde St. Petrus an die Pfarrgemeinde St. Elisabeth entstanden ist. Gerne hat diesen Schritt keine der beiden beteiligten Gemeinden getan. Doch war er getragen von der Zuversicht, dass gemeinsam manches leichter geht, zumal beide Gemeinden von denselben hauptamtlichen Seelsorgern betreut werden.

Auch ohne den Zusammenschluss sind St. Elisabeth und St. Petrus – jede für sich – ausgesprochen junge Gemeinden. Dabei ist St. Petrus von ihrer Entstehungszeit die ältere. Ursprünglich gehörte das Gebiet zu Ronsdorf. Es fing mit dem Bau einer Schule 1897 an, 1899 wurde ein Kapellenbauverein gegründet, 1904 wurde ein Betsaal erbaut, 1905 ein erster geistlicher Rektor ernannt. 1906 wurde ein Gründstück für einen Friedhof erworben und 1910 die Kirche St. Petrus feierlich eingeweiht.

Zu der Zeit suchte der Kirchbauverein in Heckinghausen – das St. Jo­hann Baptist in Oberbarmen zugeordnet war - noch nach einem geeig­neten Grundstück für eine Kirche. 1918 wurde der „Bärensaal“ zum Gottesdienstraum umgestaltet, 1921 kam Rektor Gebrande in die Gemeinde. Die Not der 20er Jahre ließ keinen Gedanken an einen Kirchbau aufkommen. Noch 1930 war die Kasse leer, weil alles für die Armen verteilt wurde. Doch dann nahm es einen rasanten Aufschwung: 1935 Grundsteinlegung, 1937 Kirchweihe. Dazu gehörten auch schon drei Glocken und eine kleine Orgel. Bis heute weiß man nicht, woher das Geld kam, aber die Kirche stand da, und 1938 erfolgte die Erhebung zur eigenständigen Pfarrei. Ein jähes Ende erlebte dieser Gründerelan durch einen Bombenagriff, bei dem die Kirche bis auf den Turm zerstört wurde. Auch Pfarrer Gebrande kam unter den Trümmern des Pfarrhauses um. Ein Schock, der bis heute bei Zeitgenossen spürbar ist. Trotz der bitteren Not der Nachkriegsjahre konnte die Kirche schon 1948 wieder eingeweiht werden. Sie umfasste allerdings nur noch 2/3 der ursprünglichen Länge. 1958 wurde sie noch einmal umgebaut und erhielt die ursprüngliche Länge zurück. Als letzte Baustufe für ein modernes Pfarrzentrum wurde 1988 der Pfarrsaal vollendet.

Auch von St. Petrus ist nur noch der Turm vom ursprünglichen Kirchbau erhalten. Hier lag es allerdings daran, dass der Hang absackte und sich im Mauerwerk tiefe Risse bildeten. 1959 musste die Kirche dann wegen Baufälligkeit geschlossen werden. 1961 wurde St. Petrus selbständige Pfarrei und entschloss sich 1962 zum Neubau der Kirche. Der konnte seit 1966 pro­visorisch genutzt werden – und dies dauerte bis 1977. Kurz vor seinem Eintritt in den Ruhestand gelang es Pfarrer Rasky noch mit der eindrucksvollen Kreuzigungsgruppe, einer imponierenden Orgel und einem mit beach­tenswerten Reliefarbeiten versehenen Altar, dem im übrigen schlicht gehaltenen Gottesdienstraum Akzente zu setzen, die Zeugnis von der „frohen“ Botschaft geben. Zur Jahrtausendwende sorgte Pater Vos mit umfangreichen Sanierungsarbeiten am Pfarrheim dafür, dass auch für weltliche Feiern ein entsprechender Rahmen gesetzt werden kann.

Sicherlich bestimmen sich die Gemeinden nicht nur aus der baulichen Substanz. Im Gegenteil: Vorraussetzung dafür ist immer auch eine in­takte und lebendige Ortsgemeinde, die sich für „ihre Kirche“ mit Seele und Leib einsetzt; Menschen, die sich ihre Kirche „was kosten“ lassen. Ohne ehrenamtliche Einsatzbereitschaft und große Spendenbereitschaft wären diese Bauwerke und ihre Ausstattung nicht denkbar.
So klingt im Leben und in den Zeugnissen von „St. Elisabeth und St. Petrus“ auch heute noch der Auftrag der Hl. Elisabeth an, der auch in eine der Glocken eingeflossen ist:

„Es ist unsere Aufgabe, die Menschen fröhlicher zu machen.“

Ist unsere Kirche St. Paul aus dem Jahre 1973 nur ein Betonklotz?

So erscheint sie auf den ersten Blick. Aber wenn man sich näher mit ihr beschäftigt, besonders mit ihrem Innenraum, bekommt sie bald ein ganz anderes Gesicht.

Der Eindruck des blanken Betons wird durch die senkrechten Linien, die fast wie Stoffbahnen wirken, gemildert. Durch Linien, die symbolisch nach oben, aber, besonders angestrahlt durch die Lichter der Kassettendecke, auch wieder von oben nach unten weisen.

Auf dem, sich an den Wänden entlang ziehenden Betonband, steht rechts, bevor sich der Kirchenraum zum Querschiff hin öffnet, der heilige Paulus, der der Kirche den Namen gab. Er hebt sich farblich kaum vom Grau der Mauern ab. Nur wenige schmale Fenster spenden Licht, werfen aber, wenn die Sonne scheint, besonders schöne bunte Strahlenteppiche in den Kirchenraum.

Anders als in St. Raphael steht der Altar nur wenig erhöht, fast im Zentrum. Keine unnötige Barriere trennt Priester und Gemeinde. Diese Anordnung betont vielmehr den Eindruck der gemeinsamen Eucharistiefeier.
Der Altar ist kein kantiger Opferstein, sondern er scheint von einem in Stein verwandelten Vorhang ummantelt zu sein, der in ständiger Bewegung ist.

Der Tabernakel aus weißem Alabaster, strahlt doppelt so hell, da er auf einem grauen Betonsockel steht. In seiner Reinheit wächst er aus dem Grau des Betons nach oben.

Links vom Altar bildet eine hölzerne Marienfigur aus dem 15. Jahrhundert einen schönen Kontrast zu all dem Beton des 20. Jahrhunderts.

Die Kirche St. Paul als Teil des Pfarrzentrums wurde im Jahre 1973 eingeweiht. Dieses Zentrum mit damaliger OT, Kindergarten und Kindertagesstätte, war durch das starke Wachstum der Bevölkerungszahl nördlich der Eisenbahn nötig geworden. Man gab dieser Kirche den Namen des heiligen Paulus.

Die Geschichte des hl. Paulus, wie aus einem glühenden Verfolger der Christen ein überzeugter Nachfolger Christi wurde, zeigt uns deutlich, wie die Begegnung mit Christus einen Menschen verändern kann.

Paulus schildert die Leiden und Strapazen seiner Reisen, immer wieder war er belastet durch Hunger, Durst, Verfolgung, Auspeitschung, Steinigung und Gefangenschaft. Den Broterwerb besorgte er teilweise durch sein Handwerk, in Korinth kehrte er deshalb bei einem Teppichweber ein. Predigt und Briefwechsel mit den von ihm neu gegründeten Gemeinden aber waren sein Hauptwerk. Die Missionsreisen führten Paulus durch die ganze damals bekannte Welt, nach Syrien, Griechenland, Italien, vielleicht sogar nach Spanien.

Paulus nahm Strapazen auf sich, um die Lehre Christi zu verkünden, eine Aufforderung für alle Christen, Paulus zu folgen und für seine Überzeugung einzustehen. Paulus sollte nicht nur als Statue in der Kirche präsent sein, sondern sein Leben für Christus sollte die Menschen überzeugen.

Der Schwerpunkt der Glaubensverkündung des Paulus ist die Gnade Gottes, die er den Menschen erweist. Diese Gnade allein und nichts anderes lässt den Menschen leben, macht ihn wieder heil, rettet ihn. Auf diese Gnade hat der Mensch keinen Anspruch, er kann sie sich nicht durch Leistung verdienen. Gott schenkt seine Gnade den Menschen nicht aufgrund ihrer guten Taten, sondern einfach, weil er ein guter, menschenfreundlicher Gott ist. Paulus interpretierte den Kreuzestod Christi dahingehend, dass Gott Christus zum Sieger über die Macht der Sünde gemacht hat. Im Gegensatz zur seinerzeit herrschenden Vorstellung forderte er seine Zuhörer nicht auf, bestimmte Sünden zu bereuen, sondern vielmehr dazu, Gottes Sieg über alle Sünden durch das Kreuz Christi zu verkünden.

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