Pfarreiengemeinschaft

Wupperbogen-Ost

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Zu den Sonntagsgottesdiensten ist eine telefonische oder online-Anmeldung bis zum 01.10.2020, 16:00 Uhr erforderlich:
St. Paul, 03.10.2020 um 17:00 Uhr - St. Elisabeth, 03.10.2020 um 18:30 Uhr - St. Maria Magdalena, 04.10.2020 um 09:45 Uhr - St. Raphael, 04.10.2020 um 11:15 Uhr
Den Gottesdienst in St. Elisabeth begehen wir als Wort-Gottes-Feier mit Kommunionempfang.

Bitte bringen Sie zu allen Messen (auch Werktags) möglichst einen bereits ausgefüllten Anwesenheitsnachweis mit, um Wartezeiten zu verkürzen.

Mitten in Umständen, die viele von uns so noch nicht erlebt haben, feiern wir die Verheißung Gottes, uns das Leben zu schenken in seiner Gegenwart, die keine Nacht und Dunkelheit kennt.

Das Osterfest möchte uns Hoffnung und Zuversicht schenken, dass wir mit Ihm auch Zeiten der Not, der Angst und der Hilflosigkeit überstehen, weil er diesen Weg gegangen ist und auch jetzt mit uns geht.

Wenn wir uns auf seine Nähe einlassen, dürfen wir uns getragen und behütet wissen in allen Lebenslagen.

Ich wünsche Ihnen, ihren Familien, Verwandten, Freundinnen und Freunden, ein gesegnetes und mit Zuversicht erfülltes Osterfest - Christus ist wahrhaft auferstanden! Halleluja!

Ihr

Pastor Martin Schlageter

O Tod, ich bin dein Tod!

Heute ist Karsamstag. Gelegentlich wird auch schon mal „Ostersamstag“ gesagt. Aber dieser ist erst in einer Woche. Erst ab morgen werden die beiden folgenden Tage mit dem Zusatz „Oster“ benannt. Aber auch die Tage nach Ostermontag sind Ostertage, denn der folgende „Weiße Sonntag“ schließt diese Osteroktav ab. Wir wär’s wenn wir Christen, für die das Osterfest das bedeutendste aller Feste ist, einmal etwas österliches Bewusstsein in den Sprachgebrauch einfließen lassen? Auch wenn manche am Osterdienstag wieder arbeiten müssen, so darf Ostern auch etwas nachwirken. Trauen wir uns mal zu zum anderen sagen: „Du hör mal, am Osterdonnerstag erledige ich dies oder das…“ Wie würden die Zuhörenden das aufschnappen?

Liebe Geschwister,
zum heutigen Karfreitag ein Text von Huub Oosterhuis in der Übersetzung von Kees Kok:

Aus dem Himmel ohne Grenzen
trittst du tastend an das Licht,
du hast Namen und Gesicht,
du bist wehrlos wie wir Menschen.

Als ein Kind bist du gekommen
- noch dein Schatten macht uns blind -,
unnachspürbar wie der Wind,
der vorbeiweht in den Bäumen.

Wie ein Feuer vorgefunden,
wie ein Stern zu uns gesandt,
Spur, die weist in fremdes Land,
in den Tod bist du verschwunden.

Heute begehen wir das Gedächtnis der Feier des letzten Abendmahles und der Einsetzung der Eucharistie.

Das eucharistische Brot, die hl. Kommunion ( lat. von communio = Gemeinschaft ), ist das Sakrament, das Gott und den Menschen und die Menschen untereinander verbindet.

Gott, die Liebe, ist Beziehung!

Die Pflege dieser Beziehung wird durch den Empfang der Kommunion sehr intensiv: Gott und Mensch kommen sich nah, ja, sie werden eins!

Ja, es war für mich eine lange Zeit am Palmsonntag in St. Paul, zumal es den großen Temperaturunterschied zwischen dem Kirchraum und draußen gab. Aber als ich um 16 Uhr die Kirche abschloss, hatte ich das Gefühl, die Zeit dort war gut und intensiv.

Vor allem drei kurze Gespräche sind mir in Erinnerung geblieben – alle drehten sie sich um das Thema Angst.

Da war eine bereits etwas ältere Frau aus der Gemeinde, die mehr oder weniger zufällig von der offenen Kirche erfahren hatte. Fast unter Tränen berichtete sie von ihrem Alleinsein und der Angst, wie lange diese wohl noch gehen werde. Nach dem Tod ihres Mannes fühlt sie sich sehr verloren in dieser Zeit der Kontaktsperre.

Zwischen Dankbarkeit und Traurigkeit

Es ist der echte Wahnsinn! Ich bin wirklich begeistert und dankbar über so viele kreative Aktionen, in denen Menschen sich einbringen, Initiativen hervorbringen und vielfach anderen eine Hilfe sind.

Viele kaufen für andere ein oder bringen Bestelltes vorbei. Weil es an einfachen Masken fehlt, werfen viele Menschen einfach die Nähmaschine an und stellen einen einfachen Schutz gegen Corona her. Da die Tafeln nun nicht mehr in gewohnter Weise öffnen können, werden Menschen aktiv, die den notleidenden Menschen wöchentlich Nahrungsmittel ermöglichen. So auch bei der Chance Wuppertal! Hier werden weiter an allen Werktagen Lebensmittel zwischen 9.00 und 11.00 Uhr ausgegeben. Lehrer, die bisher vor allem analog unterrichtet haben, machen Unterricht über das Netz.

Liebe Gemeindemitglieder,

neulich blätterte ich im Gotteslob und blieb bei dem Lied mit der Nummer 872 hängen: «Ihr Mächtigen, ich will nicht singen eurem tauben Ohr …» Schon die Tatsache, daß keine Melodie abgedruckt ist, kann einen neugierig machen – und ist eine Geschichte, die ein andermal erzählt werden soll. Im Text des Liedes aber liegen viele Samenkörner verborgen, von denen ich Ihnen heute einige nahebringen will.

Die erste Strophe beginnt mit einer Anspielung auf Psalm 137.

Dort lesen wir: «An den Strömen Babels, da saßen wir und weinten, als wir an Zion dachten. Unsere Leiern hängten wir an die Weiden im Land. Denn dort verlangten, die uns gefangen hielten, Lieder von uns, und die uns quälten, Freudengesänge: Singt uns Zionslieder. Wie könnten wir Lieder des HERRN singen auf fremdem Boden» (Ps 137,1–4). Wir befinden uns also in Babel, das heißt in der Fremde, Verbannung, Gefangenschaft. Mit der einen oder anderen Form von Gefangenschaft werden Sie in den letzten Tagen Bekanntschaft gemacht haben.

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