Pfarreiengemeinschaft

Wupperbogen-Ost

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Liebe Gemeindemitglieder,

neulich blätterte ich im Gotteslob und blieb bei dem Lied mit der Nummer 872 hängen: «Ihr Mächtigen, ich will nicht singen eurem tauben Ohr …» Schon die Tatsache, daß keine Melodie abgedruckt ist, kann einen neugierig machen – und ist eine Geschichte, die ein andermal erzählt werden soll. Im Text des Liedes aber liegen viele Samenkörner verborgen, von denen ich Ihnen heute einige nahebringen will.

Die erste Strophe beginnt mit einer Anspielung auf Psalm 137.

Dort lesen wir: «An den Strömen Babels, da saßen wir und weinten, als wir an Zion dachten. Unsere Leiern hängten wir an die Weiden im Land. Denn dort verlangten, die uns gefangen hielten, Lieder von uns, und die uns quälten, Freudengesänge: Singt uns Zionslieder. Wie könnten wir Lieder des HERRN singen auf fremdem Boden» (Ps 137,1–4). Wir befinden uns also in Babel, das heißt in der Fremde, Verbannung, Gefangenschaft. Mit der einen oder anderen Form von Gefangenschaft werden Sie in den letzten Tagen Bekanntschaft gemacht haben.

Liebe Mitchristen im Wupperbogen und darüber hinaus,

am heutigen Palmsonntag möchte ich mit Ihnen Gottesdienst feiern, wenn auch getrennt, so doch gemeinsam. Um 12 Uhr werde ich den folgenden Gottesdienst feiern und lade sie ein, dies mit mir zu tun, zur gleichen Zeit, am eigenen Ort. Das Gebet kennt keine Grenzen und es kennt auch keine Trennung - es möchte verbinden und Gemeinschaft spürbar werden lassen!

Wer die Melodie nicht auswendig kennt, für den findet sich jeweils beiden Liedtexten ein Link zu einem YouTube-Video - beten und singen wir gemeinsam!

Ihr
Pastor Martin Schlageter

 

Vorbereitung:

Legen Sie sich, falls vorhanden, vier Teelichter oder Kerzen und ein Feuerzeug bereit.
Über den Gottesdienst verteilt singen wir das Lied GL 280 „Singt dem König Freudenpsalmen“

 

Ein Gebet für die Zeit der Corona-Pandemie von Dr. Johannes Hartl, kath. Theologe, Gründer des ökumenischen Gebetshauses in Augsburg:

Herr, wir bringen Dir alle Erkrankten und bitten um Trost und Heilung.
Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.
Bitte tröste jene, die jetzt trauern.

Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie.
Allen Krankenschwestern und Pflegern Kraft in dieser extremen Belastung.
Den Politikern und Mitarbeitern der Gesundheitsämter Besonnenheit.

Passionszeit

Am Sonntag begann die offizielle Passionszeit.

Wenn wir das Wort Passion hören, denkt wohl ein jeder zugleich an Leiden, Schmerzen, Kreuzweg und Tod.

Doch, Gott sei Dank, besitzt das Wort Passion im Deutschen noch eine weitere Bedeutung: leidenschaftliche Liebe!

Diese leidenschaftliche Liebe ist es, die uns gerade in der Karwoche begegnet.

Gottes „Spleen“ ist die Liebe zum Menschen – ihn kann er leiden! Jemanden „leiden können“, heißt aber, ich liebe dich so sehr, dass ich bereit bin für dich Leiden auf mich zu nehmen.

Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet ist für mich die Passionszeit, und speziell die Karwoche, stets eine „hohe Zeit der Liebe“!  Nicht umsonst bezeichnen wir das Kreuz Christi als Zeichen Seiner größten Liebe!

Zwei gehen nach Emmaus

Wer die derzeitige Lage mit aufmerksamen Augen, Herzen und wachem Verstand verfolgt, bei dem wächst die Erkenntnis:
Derzeit ist an längere Vorausplanung nicht zu denken!

Eigentlich sind wir es gewohnt mit dem Terminkalender den Tag zu gestalten, unsere Feiern im Vorfeld langfristig gut zu organisieren und zu planen und die vielen Kontakte zu pflegen, indem wir uns regelmäßig treffen.
Die Pandemie macht uns schmerzhaft bewusst, dass es auch ein Leben ohne längere Lebensplanung zu geben scheint.

Das betrifft besonders diejenigen, die sich nun fragen, wie es wirtschaftlich weitergehen wird. Das spüren die, die in den systemrelevanten Bereichen arbeiten und die sich darum Gedanken machen, ob sie sich auch in den nächsten Wochen angemessen werden schützen können. Ältere und gefährdete Menschen machen sich Gedanken, weil derzeit nicht sicher ist, wann sie ihren Kindern und Enkeln oder auch nahen Verwandten und Bekannten das nächste Mal werden begegnen können.

Liebe Schwestern und Brüder,

das Erzbistum Köln will durch Befragungen per Telefon und auf postalischem Weg herausfinden, an welchen digitalen Gottesdiensten Christen während der Corona-Krise teilnehmen. Von besonderem Interesse sind hierbei besonders die Heiligen Messen von Papst Franziskus im Gästehaus Sancta Martha und die vielen Gottesdienste aus den deutschen Kathedralkirchen. Grundlage für diese Erhebung ist eine kirchenrechtliche Regelung, wonach nun geprüft wird, ob die Sonntagspflicht auf digitale Medien ausgeweitet werden soll. Einer anonymen Quelle nach wollen viele Bischöfe wissen, wie viele Leute mit ihnen feiern und welcher Gottesdienst (Uhrzeit, Prediger) bei den Christen im deutschen Sprachgebiet am besten ankommt. Die Bistümer sind sich dieser Mammutaufgabe bewusst und wollen trotzdem weder Kosten noch Mühen scheuen und in der ersten Phase der Erhebung auch das deutschsprachige Ausland mit einschließen.

In den vergangenen Tagen habe ich mehrmals gelesen, wie wichtig es ist, Routinen in den Alltag zu Corona-Zeiten einzubauen: Um dem Tag eine Struktur zu geben, um in Bewegung zu bleiben, um nicht total zu ‚versumpfen‘. Zu meiner täglichen Routine ist seither eine Jogging-Runde geworden. Die Zeit, die ich sonst morgens im Auto auf dem Weg von Bochum nach Wuppertal verbracht habe, verbringe ich nun – da ich von zu Hause aus arbeite – in Laufschuhen an der frischen Luft.

Eine meiner Jogging-Runden führt mich dabei durch einen kleinen Schrebergarten in unmittelbarer Nähe zum Förderturm des Deutschen Bergbaumuseums. Dort lief ich kürzlich an einer Mutter mit ihrem kleinen Sohn vorbei, die dort spazieren gingen. Der Junge lernte scheinbar gerade das Zählen zweistelliger Zahlen: „Vierzig, vierzig-und-eins, vierzig-und-zwei…“ „Nein“, unterbrach ihn seine Mutter. „Das heißt ‚ein-und-vierzig, zwei-und-vierzig…‘.“ „Hä, warum?“ fragte ihr Sohn.

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