Pfarreiengemeinschaft

Wupperbogen-Ost

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Hallo miteinander,

erinnern Sie sich noch? Es ist heute genau auf den Tag sechs Monate her, dass wir den Auftakt zu der Visitation im Wupperbogen mit einer Messe mit Weihbischof Schwaderlapp gefeiert haben. Wir haben zusammen gebetet, gesungen, gelacht, diskutiert, Fragen gestellt und anschließend gab es Schnittchen und Kaffee. Das Pfarrheim in St. Raphael war gefüllt bis auf den letzten Platz.

Eigentlich wollte ich heute – sechs Monate nach dem Besuch von Weihbischof Schwaderlapp – im heutigen Impuls aus seinem Büchlein zitieren, das er den Seelsorgenden und mir damals mitbrachte: „Die Herzen zum Himmel“. In diesem geht es jedoch auf 110 Seiten fast ausschließlich um die Bedeutung der Feier der Messe, genauer der Eucharistie. Selbst die erwähnten Alternativen zur Messfeier sind Gebetsformen in Gemeinschaft. Das erscheint mir im Moment nicht sehr passend. Dominikus Schwaderlapp sollte in diesen Tagen ein neues Buch schreiben – wer weiß, vielleicht tut er dies gerade. Denn im Moment sind Messfeiern ebenso schwierig wie das Beten in Gemeinschaft.

Liebe Mitchristen,

am heutigen Sonntag darf ich Sie hinsichtlich des Gottesdienstes auf www.kath-wuppertal.de verweisen, ab 8 Uhr können Sie dort die Hl. Messe aus unserer Kirche St. Elisabeth mitfeiern. Herzliche Einladung!

Und dann möchte ich heute einfach einmal nach draussen schauen. Wenn man in den Medien ein wenig sucht, findet man einige Berichte, welche positiven Auswirkungen die Corona-Krise auch hat. Satellitenbilder, die die Luftverschmutzung darstellen zeigen im Vergleich zu älteren Aufnahmen deutlich, welchen Effekt der weltweite „Shutdown“ hat - die Luft ist auf einmal (relativ) sauber, Länder und Regionen, die fast immer unter einer Dunst- und Smogglocke verschwunden waren, sind auf einmal wieder sichtbar, Bilder, die den Flugverkehr zeigen, zeigen…. nix, kaum etwas, was die Sicht stört. Und wenn ich einfach so aus dem Fenster schaue, der Himmel kommt mir wunderbar blau vor und irgendwie sind in diesem Jahr viel mehr Vögel zu hören als in den vergangenen Jahren….

Kennen Sie jemanden, der oder die Markus, Marc, Marcia, Marcella, Marcelle heißt? Wenn ja, dann gratulieren Sie ihn oder ihr heute vielleicht mal zum Namenstag.

Leider ist das Drandenken (und Feiern) des Namenstages fast verschwunden und wenn, dann spielt es nur noch für ältere Katholikinnen und Katholiken eine Rolle. Dabei ist der Namenstag wirklich ein schöner Anlass und Grund dies etwa mit „Kaffee und Kuchen“ zu feiern. Denn das ganze Leben wird der Mensch mit einem Namen oder Doppelnamen gerufen. Der Name ist nicht irgendwas, sondern gehört ganzheitlich zur Person. Auch Gott sind Namen wichtig. Er hat sie bei sich eingeschrieben. Darum wird der Name bei der Taufe, Firmung, Hochzeit, Beerdigung … immer mit ausgesprochen.

Lieber Leser,
in einem bekannten Lied heißt es „Meine engen Grenzen, meine kurze Sicht, bringe ich vor dich, wandle sie in Weite – Herr, erbarme dich.“

Wenn ich unsere Gedanken, die Berichte in den meisten Medien und die Diskussionen in unserem Land in den letzten Wochen verfolge, bekomme ich tatsächlich das ungute Gefühl, dass wir die gedankliche Weite verloren haben, die uns eigentlich von unserem Wesen her als katholische – universale – Kirche ausmachen sollte.

So diskutieren wir leidenschaftlich über das Tragen von Mund- und Nasenschutz, über die Öffnungen von Schulen und Kitas, über 800 Quadratmeter, über die Wiederzulassung von öffentlichen Gottesdiensten und und und…..Ja, das alles sind wichtige Themen, zumindest dann, wenn wir den Schutz und die Gesundheit der und des Nächsten im Blick haben.

Gute, alte Zeit

Und da war es wieder, das wunderschöne Evangelium vom ungläubigen Thomas!

Immer wenn ich dieses Evangelium höre, muss ich an Pater Vos meiner Kinderjahre denken.

Jedes Jahr stellte er in der Kindermesse dieselbe Frage: Warum war Thomas, als Jesus erschien, nicht zu Hause?

Nach einigem Schweigen, beantwortete er dann selbst seine Frage: Er war mit dem Mofa Zigaretten holen! ~ Woraufhin alle Kinder schrien:

Herr Pater, damals gab`s noch keine Mofas!

Alles in der Schwebe – Eine stille Zeit in der Offenen Tür Raphaelo

Stille – etwas, das selten vorkommt in der OT Raphaelo und auch nicht so richtig dorthin gehört. Seit mehreren Wochen bleiben die meisten Kinder nun schon daheim. Ein kleiner Überblick, wie ich die Corona-Zeit wahrnehme und wie es ist, wenn man plötzlich getrennt von den Kindern ist.

„Normalerweise kümmert sich unser Team um ca. 60 Kinder und Jugendliche. Momentan sind es nur noch zwei. Beide in unserer Notbetreuung. Seit unsere Offene Tür Mitte März geschlossen hat, arbeiten wir nur noch zu zweit in der Einrichtung. Alle anderen Kolleginnen sind auf Abruf jederzeit einsetzbar und sparen zur Zeit ihre Stunden für die Sommerferien auf.

Hallo miteinander,

eigentlich ist es immer ganz schön, etwas Erbauliches im täglichen Impuls zu lesen. Eine Weisheit, ein aufmunterndes Wort, theologisch salbungsvolle Worte. Ich enttäusche Sie: Von mir kommt dazu heute mal gar nichts. Niente, nada, ništa. Ich gönne Ihnen und mir heute auch mal einen wütenden, traurigen, schlechtgelaunten Impuls. Denn auch das sind die letzten Wochen: Wut, Ärger, schlechte Laune. Ich denke sehnsüchtig an das Schwimmbad, in dem ich sonst meine Bahnen ziehe und das seit Wochen geschlossen ist. Ich schmolle, weil ich so gerne auf der Bank vor meinem Lieblingscafé sitzen und einen Kaffee trinken möchte. Ich bin wütend, weil andere auf die Regeln pfeifen und ihre betagten Eltern besuchen, ich dagegen meine Eltern und die Familie meiner Schwester seit Wochen nicht besuchen darf und sie sehr vermisse. Ich ärgere mich, weil ich mich über so doofe Sachen ärgere. Und: Ich bin angenervt von den allabendlichen Corona-Nachrichten und den Corona-Extrasendungen – und bin noch mehr angenervt von mir selber, dass ich mir diese trotzdem immer wieder anschaue.

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