Pfarreiengemeinschaft

Wupperbogen-Ost

Logo

 

Die Frösche in der Milch
(nach einer Fabel des Aesop)

In einem heißen Sommer hatte die Sonne den Teich ausgetrocknet und zwei Frösche mussten sich auf die Wanderschaft machen. Im benachbarten Bauernhaus fanden sie die Küche und die kühle Speisekammer und dort einen Topf mit frischer fetter Milch.

Schwupps, sprangen sie hinein und tranken, dass es schmatzte. Als sie nun satt waren, wollten sie wieder heraus. Sie schwammen zum Rand des Kruges, doch weil sie so viel gesoffen hatten, kamen sie nicht mehr an ihn heran, sosehr sie auch hampelten und strampelten.

Allmählich ließen auch ihre Kräfte nach. Da sagte der eine Frosch: "Es ist aus, Kamerad! Wir sind verloren!

Liebe Mitchristen,

auch am heutigen vierten Sonntag der Osterzeit lade ich Sie ein, um 12h gemeinsam am eigenen Ort einen kleinen Gottesdienst zu feiern. Die Osterbotschaft ist stärker als alle Sorgen und Nöte, sie hilft alles zu tragen und ermutigt uns mit Christus gemeinsam das Leben zu meistern.

Nicht an Wolle oder Fleisch interessiert

Meine Großeltern hatten eine Jesusfigur mit einem Schaf auf der Schulter im Nazarenerstil. Als Kind hatte mich diese Statue fasziniert, weil es neben der Krippe und dem sterbenden Jesus am Kreuz einfach mal eine andere Jesus-Darstellung war. Natürlich wusste ich damals noch nichts vom guten Hirten aus dem Johannesevangelium oder dem Gleichnis vom verlorenen Schaf. Ich wusste nur, dass Hirten zur Krippe gehören.

Ich schreibe Ihnen dies, weil wir morgen den „Sonntag des guten Hirten“ feiern. Zugleich ist er auch der Weltgebetstag für geistliche Berufe.

Ich finde die Selbstaussage Jesu als „Ich bin der gute Hirt“ (Joh 10, 11) sehr sympathisch. Dieser Titel klingt unpolitisch und nicht so abgehoben, wie „König“ oder „Richter“. 

Eines der Knackpunkte meiner halb-theologischen Laufbahn war meine Vordiplomsklausur im Fach Christliche Gesellschaftslehre. Sie ist schon einige Jahre her, aber immer noch sehr in meinem Kopf verankert. Zwei Jahre zuvor lernte ich das Leben der Arbeiterpriester Joachim Stobbe und Wilhelm Funken auf der Hilgershöhe kennen. Ein Jahr arbeitete auch ich in einem Industriebetrieb (damals ENKA) im Drei-Schicht-Betrieb. Nach Wiederaufnahme meines Studiums in Bonn betrieb ich meine Forschungen weiter in Richtung Arbeiterpastoral dem Themenfeld „Kirche und Gewerkschaft“. Fundamental im Gedächtnis ist mir dabei ein Satz des – ebenfalls franziskanischen – Arbeiterpriesters Karl Mohring geblieben, der in einem Aufsatz von einem Missionsland Deutschland sprach, allerdings in einem für mich völlig neuen Sinn. Nicht die Kirche solle missionieren, sondern sie solle sich durch die Menschen, insbesondere die einfachen, arbeitenden Menschen, missionieren lassen. Leben lernen durch Leben teilen – das war und ist das Motto der Arbeiterpriester.

Ein neuzeitliches Märchen

Es war einmal eine Nordmann - Tanne.

Als die Menschen ihre Größe und Schönheit erkannten, stellten sie sie Mitte Dezember vor ihrer Kirche auf und verzierten sie mit hunderten strahlender Lichter.

So wurde die Tanne zum Weihnachtsbaum, der die Botschaft von der Geburt Christi weit in die dunkle Welt hinausstrahlte. Nach einiger Zeit wurde ihr das weihnachtliche

Kleid wieder genommen – da war sie wieder „nur“ eine Nordmann - Tanne. Nach vielen Wochen, sie stand immer noch in ihrer vollen Pracht vor der Kirche, machten sich wieder Menschen an ihr zu schaffen. Dieses Mal waren es keine Lichter mit der sie geschmückt wurde, nein, es waren hunderte herrlich bunte Eier.

So wurde unsere Nordmann – Weihnachtsbaum – Tanne zum Osterbaum, der die Auferstehung unseres Herrn anzeigte. Ihr, in allen Farben des Regenbogens leuchtendes Kleid, kündete nun von der Fülle neuen Lebens, welches uns Ostern geschenkt wurde. Ach, wie leuchtete ihre Pracht in der erwachenden Frühlingssonne!

Und wieder ging die Zeit dahin!

Liebe Schwestern und Brüder,

betrachten wir zwei skurrile Fragen: Beten wir, wie wir glauben? Oder auch: Glauben wir, was wir beten? Christliches Beten unterscheidet sich von dem Gebet anderer Religionsgemeinschaften und auch anderer Konfessionen. Mit diesen Fragen will ich niemandem von uns die Zugehörigkeit zur katholischen Kirche absprechen. Allerdings gibt es Unterschiede in der Häufigkeit und bei der Auswahl bestimmter Gebete. Beispielsweise gibt es Gebete zum eigenen Schutzengel. Wer diese betet, glaubt wahrscheinlich an die Existenz seines Schutzengels und an die Fähigkeit, dass dieser rettend einschreiten kann. Andere ziehen Gebete zur seligen Jungfrau und Gottesmutter Maria vor. Hier wird Maria - wie allen Heiligen - eine Fürsprecherfunktion vor Gott zuteil. Andere Beten zu jeder Mahlzeit, beim Aufstehen und auch beim Zubettgehen, andere nur in Kirchen und Kapellen. Der Vollzug unserer Gebete, die wir zurzeit persönlich und ohne Gemeinde im kleinsten Kreis vollziehen müssen, sagt dabei viel über uns selbst aus. Beobachten wir uns mal beim Beten und reflektieren anschließend, was wir bemerkt haben.

Liebe Leserinnen und Leser,

ich vermute, vielen von Ihnen geht es ähnlich wie mir. So langsam spürt man doch, dass die Rufe nach dem „Zuhausebleiben“ und der Kontakteinschränkung zu sehnsuchtsvollen Momenten führt.

Selbst ein Besuch bei einer befreundeten jungen Familien mit einem kleinen Sohn, dessen „Pate“ oder Vertrauensperson ich sein darf, ist momentan nicht möglich. Nur ein kurzes Treffen mit den Eltern…. mehr nicht. Noch schwieriger ist es, wenn es Freundinnen und Freunde in anderen Regionen oder gar Ländern gibt. Wie gerne würde ich jetzt mit Slatjana an der Donau in Serbien sitzen und die fast noch unberührte Natur genießen! Wie gerne würde ich Tirana, die seltsame und umtriebige Hauptstadt Albanien schlendern oder an der wunderschöne albanischen Riviera den Sonnenuntergang bestaunen. Dies wird in den nächsten Monaten nicht möglich sein.

Aber Gottseidank habe ich ja Özlem, Marseda und Oligerta adoptiert. Adoptiert – ja sie lesen richtig, ich habe sie adoptiert und noch jemanden, aber dazu später.

Kennen Sie schon unseren
NEWSLETTER?

Zur Anmeldung

Zum Seitenanfang