Die Kirche St. Maria Magdalena ist eine sechsjochige einschiffige spätgotische Saalkirche mit einem Kreuzrippengewölbe, dessen Rippen fast bis zur Mitte der Wände herabgezogen werden.

Wer die Kirche vom Haupteingang her betritt, ist gleich gefangen von der reichen, prächtigen Ausstattung des Chores, vor allem von dem mächtigen barocken Hochaltar mit dem Bild aus der Rubensnachfolge aus dem Jahre 1698 in der Apsis.

Weitere sehenswerte Ausstattungen sind der Altartisch mit Tabernakel, der barocke Zelebrantenstuhl, das Chorgestühl, die Orgel, verschiedene Bilder, die Kreuzkapelle mit Beichtstuhl und die Sakristei.

In diesem Bericht soll die vor der Chorschranke stehende prachtvolle Barockkanzel vom Ende des 17. Jh. hervorgehoben werden.

Den gewölbten sechsseitigen Unterteil ihres Kanzelkorbes, der in einer silberner Traube ausläuft, umgibt eine bunte Blumengirlande. Die Felder sind von gedrehten blauen kleinen Säulen mit goldenen Blattkapitellen eingefasst. In den Nischen stehen die Felder der vier Evangelisten: Markus mit dem Löwen, Lukas mit dem Stier, Johannes mit dem Adler und Matthäus mit dem Menschen, zwischen Lukas und Johannes steht Christus als Weltheiland.

In der Nische der prunkvoll geschmückten Rückwand ist der hl. Johannes von Nepomuk dargestellt.

In der Mitte des Schalldeckels schwebt in einer Strahlengloriole die Taube des hl. Geistes, denn hier wird nicht Menschenwort verkündet, sondern in der Vollmacht des hl. Geistes Gottes Wort.

Den sechseckigen Schalldeckel umläuft ein reichprofiliertes Gesims mit bärtigen Köpfen, kunstvollen Kartuschen, und kuppelartig zusammenlaufenden Palmettenbögen.

Auf der Krone der prächtig geschmückten Laterne steht St. Michael, den Höllendrachen zu seinen Füßen.