Wir feiern Orgeljubiläum „500 Jahre Orgel in Beyenburg - 50 Jahre Seiffert-Orgel“ in St. Maria Magdalena.

Orgeljubiläum als Start für die Finanzierung der Orgelrenovierung

Wir bitten Sie um Ihre Mithilfe zur Finanzierung verschiedener Maßnahmen zur Orgelrenovierung, um nicht nur das historisch und klanglich wertvolle Instrument in der Beyenburger Klosterkiche nachhaltig zu sichern, sondern um damit auch für die kommenden 50 Jahre Einnahmen zur dauerhafte Erhaltung von Kirche und Kloster Beyenburg zu ermöglichen.

Zur Orgelrenovierung

Die älteste nachweisbare Orgel im Wuppertaler Raum ist die der 1497 errichteten Beyenburger Klosterkirche. Spätestens seit ein anonymer Orgelbauer 1693 den wunderschönen, heute noch original vorhandenen Prospekt geschaffen hat, ist die Geschichte dieses Instruments nicht zum Stillstand gekommen. Als im Jahre 1970 die Firma Seifert ihre Interpretation dieses vielgestaltigen Instruments schuf, griff sie auf Vorstufen zurück, nicht zuletzt auf deren Pfeifenmaterial, das immerhin 55 Prozent des heute spielbaren Bestandes ausmacht. Seit ihrer Fertigstellung vor über 50 Jahren ist die Orgel ein bedeutendes Instrument für das Wuppertaler Konzertleben und – mehr noch – unverzichtbarer Bestandteil des religiösen Lebens der Gemeinde.

Nötige Reparaturen

Nach 50 Jahren zuverlässigem Dienst treten verschiedene Mängel auf, ohne deren Behebung eine dauerhafte Nutzung der Orgel nicht mehr möglich sein wird. Leichtigkeit und Präzision der Spieltraktur haben im Laufe der Jahre nachgelassen. Der mechanische Setzer ist störungsanfällig geworden und nicht mehr reparabel. Auch sind die Tastenbeläge in der Mittellage ausgespielt und manche Pfeifenfüße wegen ihres Gewichts und der weichen Legierung eingesunken.
Schließlich hatte man 1970 weder an das leichte Erreichen der höchsten Pedaltasten noch an eine individuelle Einstellung der Sitzhöhe gedacht. Das Leder in der Registersteuerung und an den Bälgen ist spröde und rissig geworden. Dies führt zu störenden Blasgeräuschen und einer Überbeanspruchung des Motors. Die Schleifen arbeiten nicht mehr winddicht. Der Schaumstoff an den Auslaßbohrungen der Tonkanzellen zerfällt mit der Zeit.

Behutsame musikalische Optimierung

Eine Trompete 8’ im Pedal ist sehr zu wünschen. Während die Posaune 16’ den Organisten vor die Frage stellt: Alles oder nichts?, wäre die Baßtrompete mit ihrer klangvollen Noblesse die ideale Ergänzung zu Kraft und Wucht der Posaune und ein Zugewinn, den man Woche für Woche hören wird – in jedem Gottesdienst und bei jedem Konzert. Im Hauptwerk fehlt eine lyrische Zunge wie eine Vox humana. Dieses Register findet Platz, sobald die Mixturen des Hauptwerks räumlich zusammengezogen sind. Subbaß 16’ und Gedacktbaß 8’ – bis jetzt in einem Register – kann man mit geringstem Aufwand separat spielbar machen. Und endlich verlangt ein so ausnehmend schöner barocker Prospekt nach einem Zimbelstern.
Wie sich der Stern optisch in das Kunstwerk einfügt, so fügt sich der Klang der Glöckchen ganz in das herrliche Klangbild von Mensch, Instrument und Raum.

Warum jetzt? Und warum so viel auf einmal?

Die geplanten Maßnahmen sollen das Instrument zukunftssicher machen. Einerseits müssen technische Mängel behoben werden, bevor sie sich zu größeren Schäden auswachsen. Andererseits löst man Probleme, die sich bereits abzeichnen, billiger, indem man sie schon jetzt im Zuge der Reparaturen angeht. Das ist wichtig im Sinne der Nachhaltigkeit. Denn über Konzerte und (nicht zu vergessen) Hochzeiten generiert dieses kostbare Instrument laufend Gelder für die Instandhaltung der historischen Baulichkeiten – aber nur wenn es seine klangliche Attraktivität auch bei steigenden Anforderungen der Zuhörer und der Künstler behält und zuverlässig funktioniert.

Die veranschlagte Summe von rund 121.000 € klingt immens. Doch werden die Reparaturmaßnahmen voraussichtlich vom Erzbistum gefördert, und auch die Pfarrgemeinde beteiligt sich an den Kosten, so daß durch Spenden und Einnahmen mindestens 60.000 € zu tragen sind. Dies ist mit Hilfe vieler Einzelspenden, aber auch mit Hilfe größerer Sponsoren und Stiftungen zu schaffen. Packen wir’s an! Damit auch künftige Generationen diese Faszination von Raum und Klang erleben können.

Zum Start der Sammlung der Spenden, zur Erläuterung der Notwendigkeit der Renovierung und zur Erklärung der Maßnahmen wird der Orgeltag am 1. Mai durchgeführt, und die Konzertreihe zum Orgeljubiläum dient dazu, das Jubiläum dieser besonderen Orgel angemessen zu feiern und weitere Spenden für die Deckung der Renovierungskosten zu erhalten.

Kath. Kirchengemeinde St. Maria Magdalena     Bankverbindung: 
 Beyenburger Freiheit 49    Stadtsparkasse Wuppertal
 42399 Wuppertal    Spendenkonto, Stichwort ORGEL
 Tel.: 0202 / 611132    IBAN: DE40330500000000347690
 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!    BIC: WUPSDE33XXX

 

Unser Veranstaltungskalender:

Sonntag 1. Mai 2022, 12:00 – 18:00 Uhr

Orgeltag zum Auftakt der Konzertreihe zum Orgeljubiläum »50 Jahre Seifert-Orgel, 5 Jahrhunderte Orgel in Beyenburg«

  • 12:00 bis 12:10 Uhr Einführung
  • 12:10 bis 12:30 Uhr Jens-Peter Enk - Orgel für Alte Musik
  • 12:30 bis 13:00 Uhr Jens-Peter Enk - Orgelführung
  • 13:00 bis 13:20 Uhr Sebastian Söder - Orgel für Improvisation
  • 13:30 bis 13:50 Uhr Wolfgang Kläsener - Orgel für Karneval der Tiere, Orgel und Lesung
  • 14:00 bis 14:20 Uhr Ursula van Eimern - Orgel für Kinder - Kinderkonzert mit Pfeife Mary
  • 14:30 bis 15:00 Uhr Ursula v. Eimern - Orgelführung für Kinder
  • 15:00 bis 15:20 Uhr Christina v. Eynern - Orgel für Bach - Präludium und Fuge in e-moll BWV 548
  • 15:30 bis 15:50 Uhr Tzvetanka Spruck - Orgel für unser Gebet - Mendelssohn, Sonate d-moll „Vater unser“
  • 15:50 bis 16:30 Uhr Sebastian Söder - Orgelführung mit Erläuterung Renovierung
  • 16:30 bis 16:50 Uhr Robert Mäuser - Orgel für Tanz
  • 17:00 Uhr bis 17:20 Uhr Simon Daubhäußer - Orgel für Mozart
  • 17:20 Pause, Ausklang

Eintritt: Spende. Die Spenden aller Konzerte kommen der Orgelrenovierung zugute.
Es werden die jeweils gültigen Hygieneregeln zur Eindämmung der Coronapandemie angewandt.

 

Sonntag 15. Mai 2022, 17:00 Uhr

Konzert zum 21. Jahrhundert: Peter Reulein, Orgelimprovisationen

Peter Reulein, Kirchenmusiker der Liebfrauenkirche und Bezirkskantor für Frankfurt, improvisiert in verschiedensten Stilen vom Barock bis zur Gegenwart.

 

Sonntag 22. Mai 2022, 17:00 Uhr

Konzert zum 19. Jahrhundert: Chor- und Orgelkonzert

Emmaus-Kantorei Willich, Leitung Klaus-Peter Pfeifer, KMD Jens-Peter Enk Orgel
Musik für Chor und Orgel von Daniel-Francois-Esprit Auber, Ludwig van Beethoven, Léo Delibes, Gabriel Fauré, Alexandre Guilmant, Felix Mendelssohn Bartholdy, Johann Sebastian Bach, Jan Nieland.

 

Sonntag 12. Juni 2022, 17:00 Uhr

Konzert zum 17. Jahrhundert: Chor- und Orgelkonzert

Ein Projektchor, Christina von Eynern Orgel
Leitung: Sebastian Söder
Werke von Thomas Tallis, William Byrd, Hans Leo Haßler, Orlando Gibbons und Johann Staden.

 

Sonntag 4. September 2022, 17:00 Uhr

Konzert zum 20. Jahrhundert: Impressionismus und Moderne – Harfe, Flöte und Orgel

Werke von Nino Rota, Frank Martin, Marcel Dupré, Paul Hindemith, Jean Cras und Louis Vierne
Kathrin Montero Küpper Harfe, Arne Klinger Flöte, Sebastian Söder Orgel.

 

Sonntag 11. September 2022, 17:00 Uhr

Konzert zum 18. Jahrhundert: Gesang, Orgel, Flöte, Violine

Maria Schwientek Blockflöte, Kerstin von Bargen Violine, Ursula van Eimern Gesang, Tzvetanka Spruck Orgel
Werke von Händel, Mozart, Krebs und anderen

 

Der Flyer zur Veranstaltungsreihe als Download